Geschichte und Entwicklung des Vespa Club St.Pölten


Die 80er in St. Pölten

 

Die 1980er Jahre in St. Pölten, es gibt ein Lokal Namens "Cabrio" in dem sich alles trifft, ob jung, ob alt .Der Vesparoller beliebtestes Fortbewegungsmittel der Jugendlichen stehen zuhauf am Seitenständer vor dem Lokal. Da war natürlich längst noch keine Rede von einem Vespaclub, aber hier wurde der Grundstein gelegt.

Es versammelten sich Freundschaftspartien aus Stadt und Land, und man lernte sich untereinander kennen. Im Mittelpunkt stand die Vespa, die Jugendlichen unterhielten sich übers „Zangeln“ (das Schrauben, Reparieren, was aus Geldmangel selbst erledigt werden musste), und natürlich auch übers Tunen der 50er. Einige Burschen waren für ihre Langhubmotoren (so genannte "138er"), andere für besonders innige Kontakte zur Stadtpolizei in Folge eines spektakulären „Taferlrisses“ weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt.

Ende der 80er tauchten dann die ersten „dicken“ Vespas im Stadtbild auf - pilotiert nicht wie gewohnt von älteren Herren, sondern von jungen Leuten. Dies veränderte einiges: bisher hatte man sich gefreut wenn man mit seinem getunten "Fugerl" (50ccm-Moped) einen Opa auf seiner 125er abgestaubt hatte, und nun wurden auf einmal fette Auspufftröten, grössere Zylinder und Vergaser an die „Dicken“ geschraubt.

Die Subkultur war eine Stufe fortgeschritten, es war die Zeit der Mods und der Scooterboys. Und hin und wieder wurde man für einen Skinhead gehalten, was aber nicht unsere Sache war. Musikalische Vorbilder waren natürlich The Who aber auch 80er Bands wie Depeche Mode oder die Fine Young Canibals, welche in ihren Musikvideos der Vespa Tribut zollte. Um cool zu sein musste man kurzum eine grosse Vespa haben, Pasta!

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